Ihre Stimme für Hadern
Dass Hadern ein interessanter und liebenswürdiger Stadtteil ist, empfinden wohl alle Bewohner. Er hat sich in den letzten 40 Jahren sehr verändert. So ist aus dem jahrhundertelang bäuerlich geprägten Dorf nach der Eingemeindung 1938 eine mittlere Stadt mit über 47.000 Einwohnern geworden. In Großhadern rund um den alten Ortskern sind die Spuren der bäuerlichen Siedlung, im Gegensatz zu Kleinhadern, noch zu erkennen. Neben der lockeren Einfamilienhausbebauung, überwiegend im Süden und Nordosten, sind auf den anderen ehemaligen Kiesabbau- und landwirtschaftlichen Flächen bis in die 80-iger Jahre hinein, Großsiedlungen entstanden.
Neben dem weltbekannten Klinikum Großhadern der Universität München mit den vielen zusätzlichen Spezialeinheiten, gibt es weitere beachtliche Einrichtungen in unserem Stadtteil: Wohnstift Augustinum mit Stiftsklinik, das Kinderzentrum des Bezirks Oberbayern und angeschlossener Montessori Schule, die gesamte chemisch-pharmazeutische Fakultät der Uni München und das Gen Zentrum. Diese stellen die meisten Arbeitsplätze im Stadtteil.
Mit der Verlängerung der U Bahnlinie U 6 zum Klinikum wurde Hadern 1993 gut erschlossen.
Nunmehr werden die letzten freien großen Baugebiete in Hadern bebaut. Der Max-Lebsche-Platz ist bis auf das Gebäude entlang der Sauerbruchstraße, wo nunmehr auch Wohnungen entstehen, fertig. Die Neubauten auf dem ehemaligen Brennereigelände sind bezogen. Der 4 gruppige Kindergarten/-hort dort wird gerade gebaut. Auf der letzten Großbaustelle am Stiftsbogengelände sind bereits 588 Studentenwohnungen fertig und bezogen. Der Wohnungsbau in den 2 vorgesehenen Abschnitten hat begonnen. Einzelne Fertigstellungen sind schon erfolgt.
Das Augustinum baut gerade entlang der Lindauer Autobahn westlich des bestehenden Hochhauses 2 weitere Hochhäuser mit 100 Wohnplätzen und der Verwaltung.
Sobald diese Bauten alle stehen und fertig sind, kann im Stadtteil nur noch nach Abriss kleinerer Häuser und in den wenigen Baulücken neu gebaut werden.
Schwierig und belastend für uns Stadtteilbewohner Haderns ist die Trennung durch die Lindauer Autobahn. Es konnte bisher kein ausreichender Lärmschutz verwirklicht werden, weil es sich um eine sogenannte Altautobahn handelt.
Nach Eröffnung der Verbindung der Lindauer- mit der Stuttgarter Autobahn besteht nun die Chance auf einen besseren Lärmschutz. Die Zahl de Fahrzeuge hat deutlich auf etwa 110.000 Fahrzeuge/pro Tag (für beide Richtungen gerechnet) zugenommen. Die Ergebnisse der Verkehrsberechnung liegen vor. Entgegen dem subjektiven Empfinden der Anwohner einer wesentlichen Lärmerhöhung, wurde festgestellt, daß die Steigerung zwar gegeben ist, aber nicht für einen erweiterten Lärmschutz ausreicht Die Lärmbelastung ist angeblich nur um 2 - 3 Dezibel gestiegen.
Geeignete Maßnahmen gegen den Lärm gibt es mehrere. Diese unterscheiden sich in den Kosten enorm. Zur Lärmminderung wäre eine Erhöhung der Lärmschutzwände, soweit sie überhaupt bestehen, oder eine Lärmschutzmauer dort, wo noch überhaupt keine ist, wie in Teilbereichen im Süden, die Aufbringung eines Flüsterasphalts oder Tempo 60 möglich.
Mit dem lange herbeigesehnten Luise-Kiesselbach-Tunnel wird zusätzlich eine weitere Verbesserung geben, aber natürlich nicht in den Bereichen, die vor dem Tunnel liegen. Dort würde auf der Nordseite eine Lärmschutzwand am meisten bringen, ansonsten wäre ein Flüsterasphalt allein zumindest eine Verbesserung. Der Tunnel wird sich natürlich auch auf den Stadtteil Hadern positiv auswirken.
Durch den nochmals gestiegenen Autobahnverkehr hat sich der Schleichverkehr durch unseren Stadtteil nochmals erhöht, soweit dies unsere Straßen überhaupt hergeben.
Solange die Staatsstraße 2063 im Südwsten nicht gebaut ist, fehlt eine weitere Entlastungsstraße für unseren Stadtteil. Sie führt von Pasing im Norden kommend westlich des Haderner Waldes Richtung Süden, westlich an Martinsried vorbei auf die Verbindungsstraße zwischen Planegg und Neuried. Sie ist seit 30 Jahren geplant, wird nun von den Gemeinden Planegg und Gräfelfing voll unterstützt, scheitert aber im Nordteil an einigen Pasinger Bürgern, die obwohl sie Großstädter sind, meinen, weiterhin alles wie es ist, erhalten zu können, ohne dabei ausreichend an die vielen Anderen zu denken.
Für eine finanzierbare Lösung setzte ich mich als Stadtrat schon lange bei der Autobahndirektion Südbayern ein, ebenso wie unser Bezirksausschuss.
Unseren vielen Vereinen und Verbänden im Stadtteil ist dafür zu danken, daß sie sehr aktiv sind und unser Stadtteilleben beflügeln und mitprägen. Zuletzt sind die Fußballer des TSV Großhadern aufgestiegen. Das zeigt, daß trotz knapper Mittel alles möglich ist.
Ich bitte Sie alle, weiterhin durch ihr Dabeisein bei Feiern, Festen und sonstigen Ereignissen den Aktiven zu zeigen, daß diese sich nicht umsonst engagieren. Soweit Sie Lust haben, können sie selbstverständlich selber aktiv werden und in Vereinen und Institutionen mitwirken. Alle freuen sich auf neue Unterstützer. Ich hoffe, daß sie sich im Stadtteil weitestgehend wohlfühlen und nach Möglichkeit bei uns bleiben.
Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Engagement.
Ich bitte Sie am 02. März 2008 um Ihre 3 Stimmen.
Ihr Johann Stadler
Stadtrat, Vorsitzender des Bezirksausschusses 20 Hadern
Veranstaltungen
Stammtisch
Jeden 3. Freitag im Monat, gemütliches Beisammensein der Haderner Mitglieder und Freunde im Gasthaus Schienhammer, Großhaderner Str. 47, ab 19:00 Uhr
